Die Fraktion LTK im Gemeinderat Mannheim begrüßt die von der Stadtverwaltung empfohlene vertiefte Prüfung der Unterbrechung der Fressgasse für den motorisierten Verkehr in drei Nächten pro Woche ab 22 Uhr, vor allem um damit die Lärmbelästigungen der sogenannten Poser-Szene zu unterbinden (V245/2026). Die Unterbrechung muss vom Gemeinderat beschlossen werden. Die in LTK zusammengeschlossenen Stadträt:innen der Linken, Tierschutzpartei und Klimaliste fordern die Unterbrechung seit Jahren.
LTK stellte bereits im Juli 2025 einen Antrag auf nächtliche Unterbrechung zumindest der Fressgasse als Sofortmaßnahme durch Schließung der während dem Verkehrsversuch installierten Schranke zwischen P1 und Q1. Ergänzend sollte die nächtliche Unterbrechung auch für die Marktstraße zwischen E1 und E2 und die verlängerten Kunststraße gelten, um die Etablierung von „Alternativrouten“ für die Poser-Szene zu verhindern (A316/2025).
Daraufhin kündigte im September der Oberbürgermeister im Hauptausschuss des Gemeinderats eine Überprüfung an, ob die Maßnahme rechtlich umsetzbar ist. Nun, ein dreiviertel Jahr und viele schlaflose Nächte lärmgeplagter Anwohner:innen später, zeichnet sich endlich eine Lösung ab. Dem Lärmterror der Poser-Szene durch aufheulende Motoren und wildes Hupen kann damit Einhalt geboten werden.
Dazu Stadträtin Dr. Jessica Martin (Klimaliste): „Dass nun eine dauerhafte nächtliche Unterbrechung eingerichtet werden soll, freut uns sehr – ebenso, dass die Gewerbetreibenden diesen Schritt mitgehen. Das Gebot der Stunde lautet nun Kommunikation und kontinuierliche Überprüfung. Denn nur wenn alle sich gut informiert fühlen und wenn auf Grundlage von Daten vor allem über Ausweichverkehre die Maßnahmen angepasst werden, wird die nächtliche Unterbrechung eine Erfolgsgeschichte.“
Als langfristiges Ziel fordern die LTK-Stadträtinnen und Stadträte weiterhin die Unterbrechungen jede Nacht und auch tagsüber, um so durchgängige Fußgängerbereiche in der Breiten Straße und zwischen Paradeplatz und Stadthaus zu schaffen. Alle Parkhäuser blieben erreichbar. Das würde für mehr Aufenthaltsqualität sorgen und den Gastronomie- und Einzelhandelsstandort Innenstadt spürbar stärken.
