Leitungswasser statt Flaschenwasser

Einsparpotenziale und Praxis bei städtischen Veranstaltungen

Die Verwaltung möge berichten:
1. Wird bei städtischen Veranstaltungen wie dem Stadtfest oder vergleichbaren öffentlichen Events der Stadt Mannheim Leitungswasser als Getränkeoption angeboten? Falls ja, in welcher Form (z. B. Wasserspender, Karaffen, Trinkbrunnen)? Falls nein, warum nicht?

2. Welche Kosten entstehen der Stadt Mannheim jährlich durch den Kauf von abgefülltem Mineralwasser für Sitzungen, Veranstaltungen und den laufenden Verwaltungsbetrieb?

3. Welches Einsparpotenzial ergäbe sich, wenn in Gemeinderatssitzungen, Ausschuss-sitzungen und in der Stadtverwaltung vollständig auf Leitungswasser bzw. Wasserspender umgestellt würde?

4. Welche Eigenbetriebe kaufen derzeit Flaschenwasser ein und wie hoch ist der jeweilige Verbrauch?

5. Ist die Verwaltung bereit zu prüfen, ob anlassbezogen bei angekündigten Großveranstaltungen eine Inbetriebnahme der öffentlichen Trinkwasserspender außerhalb der üblichen Betriebszeiten möglich ist?

Begründung:

Mannheimer Leitungswasser erfüllt die Anforderungen der Trinkwasserverordnung und ist in hoher Qualität verfügbar. Der Kauf von Flaschenwasser verursacht unnötige Kosten für die öffentliche Hand und erzeugt vermeidbare CO₂-Emissionen durch Produktion, Transport und Entsorgung von Einwegverpackungen. Eine Umstellung auf Leitungswasser und Wasserspender ist eine einfach umsetzbare Maßnahme, die Ressourcen schont, Kosten senkt und ein sichtbares Signal für eine nachhaltige Stadtverwaltung setzt.

Darüber hinaus erscheint der aktuelle Inbetriebnahme-Zeitplan der Trinkwasserspender vor dem Hintergrund des Klimawandels und zunehmend warmer Frühjahrstage überprüfenswert. Am 1. Mai fanden auf dem Alten Messplatz mehrere gut besuchte Großveranstaltungen statt – zu einem Zeitpunkt, zu dem die Wasserspender noch nicht in Betrieb waren. Eine anlassbezogene frühere Aktivierung könnte hier unkompliziert Abhilfe schaffen.