Der Gemeinderat möge beschließen:
Die Renzstraße wird auf beiden Seiten sicherer für den Radverkehr gestaltet, indem Engstellen – ggf. auch zunächst mit provisorischen Maßnahmen – beseitigt werden:
1. Es wird geprüft, den Parkstreifen zwischen Collini- und Hebelstraße entfallen zu lassen und in einen Radfahrstreifen umzuwandeln. Die vielfältigen Nutzungen, die derzeit auf dem engen Fuß- und Radweg stattfinden, werden wirksam entzerrt.
2. Die Verwaltung legt dar, wie die Unterführung zwischen AOK und Theresienkrankenhaus mit Abdeckplatten und Entfernung der Geländer geschlossen und der Bereich dadurch eingeebnet werden kann. Der gewonnene Platz kommt dem Rad- und Fußverkehr zugute.
Begründung:
Die Renzstraße als eine der wichtigsten Radverkehrsachsen in der Stadt weist in beiden Fahrtrichtungen Engstellen auf und ist v.a. in Fahrtrichtung Innenstadt gefährlich. Der Radverkehr wird auf einem benutzungspflichtigen schmalen Radweg zwischen parkenden Autos und Laternenmasten geführt. Der Radverkehr wird oft durch an den Masten abgeschlossene Fahrräder und abgestellte Mülltonnen zusätzlich behindert. Ein Sicherheitsabstand zu den parkenden Pkw kann nicht eingehalten werden. Es gab in den vergangenen Jahren bereits Unfälle, weil Radfahrende an geparkten Fahrrädern hängen geblieben sind.
In der Fahrtrichtung stadtauswärts ist der Bereich an der Unterführung zwischen Theresienkrankenhaus und AOK eine Engstelle. Die genannte Unterführung hat durch die Anlage einer ebenerdigen, barrierefreien Querung über die Renzstraße mit Führung über die Bahnsteige der Haltestelle Theresienkrankenhaus ihre Funktion weitgehend verloren. Sie wird auch so gut wie gar nicht mehr genutzt und ist damit überflüssig. Ihre Zugänge, besonders der auf der östlichen Seite, angrenzend an das Klinikgelände des TKH, stellen Hindernisse für eine optimale Anlage von Fußgängerweg und Fahrradweg im Zweirichtungsverkehr dar.
Um die Verkehrssituation an dieser signifikanten Engstelle zu verbessern, soll die Unterführung provisorisch verschlossen werden, indem sie abgedeckt wird und die Geländer entfernt werden. Durch den dadurch gewonnenen Platz kann die Gefahrenstelle im Konfliktbereich zwischen Fahrradfahrer:innen in beiden Fahrtrichtungen plus den Einbiegern aus der Collinistraße sowie den Fußgängern an der Fahrbahnquerung zur Haltestelle entschärft werden.
