Die Fraktion LTK im Gemeinderat und Die Linke Mannheim verurteilen scharf die endgültige Schließung der Mannheimer Traditionsbrauerei Eichbaum und den Verlust aller 240 Arbeitsplätze. Damit werden Existenzen zerstört und es geht mit dem ältesten Unternehmen der Stadt, gegründet vor 347 Jahren, ein wichtiges Stück Mannheimer Identität verloren.
LTK und Die Linke fordern schon länger den Erhalt von Eichbaum und die Rettung möglichst vieler Arbeitsplätze. Der Niedergang einer der noch vor wenigen Jahren größten Brauereien von Baden-Württemberg ist klar auf Managementfehler zurückzuführen. Entwicklungen auf dem Getränkemarkt wurden verpasst und auf dem Weg in den Abgrund viel zu spät die Notbremse gezogen. Die Leittragenden sind die Beschäftigten, die nichts für diese Fehler können.
Dazu der Kreissprecher der Linken Mannheim, Philipp Fränkle: „Hinter jeder Flasche stehen Menschen, viele seit Jahrzehnten im Betrieb. Wenn Eichbaum verschwindet, verliert Mannheim ein Stück seiner Seele.“
„Warum die Verhandlungen über die Rettung endgültig gescheitert sein sollen, obwohl sich die Stadt dafürstark gemacht hat, ist völlig unklar“, kritisiert Stadtrat Dennis Ulas (Die Linke in LTK). „Wenn die Privatwirtschaft nicht mehr in der Lage ist, den Betrieb fortzuführen und zumindest einen Teil der Arbeitsplätze zu retten, muss sich die Öffentliche Hand, in welcher Form auch immer, stärker engagieren und gemeinsam mit den Beschäftigten einen Ausweg aus der Krise suchen. Es kann nicht angehen, dass in Mannheim seit Jahrzehnten zigtausende Industrie-Arbeitsplätze wegfallen und der Politik dazu nichts als Bedauern und Sonntagsreden einfällt.“
Die Fraktion LTK fordert eine offene Auseinandersetzung im Gemeinderat und in der Öffentlichkeit, weshalb es in Mannheim nicht gelingt, den Prozess der Deindustrialisierung und damit einhergehend den Verlust zigtausender Arbeitsplätze aufzuhalten. Klimaschutzmaßnahmen sind jedenfalls nicht die Ursache.
